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Selbstorganisiertes Lernen – SOL
SOL steht für eine neue Lernkultur und bedeutet, dass Lernprozesse von den Schülerinnen und Schülern selbst organisiert, eigenverantwortlich und zielorientiert gestaltet werden. An der KDS arbeiten einige Fachbereiche seit dem Schuljahr 2008/09 (Pädagogischer Tag 2008) an der Planung, Durchführung und Evaluation von SOL-Unterrichtseinheiten. SOL stellt einen Ansatz dar, der durch grundlegende pädagogische und psychologische Forschungsergebnisse begründet ist. Er liefert einen Rahmen um eine kompetenzorientierte Lern- und Unterrichtskultur praktisch umzusetzen und bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, schrittweise selbständiges und selbstverantwortliches Arbeiten einzuüben. Ebenso können Lehrerinnen und Lehrer allmählich ihre traditionelle Rolle als den Unterricht dominierenden Wissensvermittler in Richtung von Lernberatern verändern. SOL kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden: von zweistündigen Einheiten im Fachunterricht bis zu fächerübergreifenden Projekten über mehrere Wochen. Basis für die Planung eines SOL- Unterrichts sind stets die zu erarbeitenden Inhalte. Diese sind zunächst zu vernetzen, das heißt in eine Struktur zu bringen. Dieser Advance Organizer ("Lernlandkarte") dient dem Lernenden als Überblick über das Thema. Organisatorisches Grundprinzip von SOL ist das Gruppenpuzzle. Es ist ein arbeitsteiliges Verfahren, bei dem der Lernstoff in Einzelthemen zergliedert, in Expertengruppen bearbeitet und von Experten in Stammgruppen weiter vermittelt wird. Seit dem Schuljahr 2009/10 nimmt ein Teil des Kollegiums regelmäßig einmal im Schuljahr an Fortbildungen von Dr. Martin Herold (Institut für selbstorganisiertes Lernen) teil.
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