Die Schulglockevon Anke Goldberg Mehr als 300 Jahre lang läutete eine Glocke die Schulstunden der Alten Klosterschule ein und beendete diese auch wieder. Ihren Klang mögen über die Jahrhunderte gemischte Gefühle begleitet haben - vielleicht Aufregung und Spannung am Morgen oder ein Seufzer der Erleichterung am Ende eines Tages. Wie dem auch war, die Glocke gehörte zum Schulalltag und war nicht wegzudenken. Doch seit 1917 herrschte Schweigen im Turm. Der Erste Weltkrieg forderte seinen Tribut: Die Glocke wurde für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen. Längst hat der elektrische Gong das Stundenläuten übernommen. Aber die Glocke fehlte doch und spätestens die Sanierung des Holztürmchens im Jahre 2000 machte bewusst: Nicht nur der älteste Teil, sondern der gesamte Gebäudekomplex der Konrad-Duden-Schule wird erst dann wieder "perfekt" sein, wenn über den Schulhof vom Türmchen aus eine Glocke erklingt. Dank zweier Sponsoren, der Sparkassenstiftung Hersfeld-Rotenburg und des Modezentrums Sauer, war es im Sommer 2001 soweit: Eine neue Bronzeglocke, gefertigt von der Firma Turmuhrenbau Meißen, erfüllte mit ihrem Klang, dem Schlagton "a2+4" am 3. August den Schulhof der Konrad-Duden-Schule. 58 Kilo schwer ist sie und trägt die Inschrift "Gestiftet im Jahre 2001". Modern ist sie auch, denn sie wird nicht wie die Glocke in früheren Zeiten mit Lederriemen bedient, sondern läutet per Knopfdruck. Nicht jeden Tag soll sie erklingen. Zu besonders freudigen Anlässen wie Ferienbeginn, Einschulung oder Schulfesten wird sie Kollegium und Schülerschaft erfreuen. 
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